michael wessel präsentiert: Die kleine Tool Show

Wir alle arbeiten jeden Tag mit Outlook, dem Windows Explorer, einem Internet Browser und Kommunikations-Tools.
Aber jeder von uns nutzt auch kleine Programme oder Webdienste, die einem das (Arbeits-)Leben vereinfachen, ganz abseits von den großen Standards, die man als Unternehmen hat.

Wir haben uns an einem Nachmittag zusammengefunden, um uns gemeinsam diese Tools vorzustellen – damit jeder ein Stück mehr davon hat.
Diese Tools wollen wir mit euch teilen – damit auch ihr euren Alltag ein kleines bisschen besser machen könnt.

Jens Kruse stellt Greenshot vor.

RocketBook

Andreas Woltmann hat uns das RocketBook vorgestellt. Es ist ein augenscheinlich handelsüblicher Notizblock, der jedoch smart daher kommt: Am Ende jeder Seite sind Symbole, die man ankreuzen kann.

Fotografiert man die Dokumente mit dem Smartphone ab, werden in Abhängigkeit zu dem angekreuzten Symbolen die Dokumente verarbeitet: Hochladen in Evernote, Dropbox oder OneDrive? Kein Problem. Versand per E-Mail? Geht. Nachdem die Seiten digitalisiert wurden, kann man die Seiten feucht abwischen und so sind sie einsatzfähig für die nächsten handschriftlichen Notizen, die digitalisiert werden wollen.

Das Rocketbook gibt es auf https://getrocketbook.co.uk.

José

Nils Kaczenski stellte sogar zwei Tools vor. Das erste Tool ist José und hilft bei der Dokumentation von Active Directory-Umgebungen. Wahlweise mit grafischer Oberfläche oder kommandozeilenbasiert kann man ohne administrative Rechte umfangreiche Informationen der Domäne und des ActiveDirectory ermitteln: Domänenname und -funktionslevel, Benutzernamen, Gruppen, OUs, SIDs, Gruppenrichtlinien und wo sie verknüpft sind, letzte Loginzeiten, …: Alles auf Wunsch auslesbar und sortiert wie auch grafisch ansprechend auszugeben. Somit ein ideales Tool, um eine AD-Struktur zu inventarisieren.

José gibt es auf faq-o-matic.de.

GetHyperVInventory

Was mit dem AD und Domänen geht, geht auch mit HyperV. Sagte sich Nils Kaczenski und stellte ähnliche Funktionen für die Virtualisierungsumgebung bereit. Die Inventarisierung einer HyperV-Umgebung, sei es standalone oder im Cluster, funktioniert mit GetHyperVInventory: Hostnamen, ihre Konfigurationen, Quorums, Ressourcenpools, einzelne VM-Informationen, …: Alles, was einen Admin interessieren kann, kann optional dazu geschaltet und strukturiert ausgegeben werden.

GetHyperVInventory ist im Microsoft TechNet abrufbar.

Ditto

Jens Kruse ärgerte sich stets über die Zwischenablage: Sie kann immer nur ein Element enthalten. Kopiert man etwas Neues in die Zwischenablage, ist das Vorherige weg. Da hilft Ditto.

Das Tool merkt sich auf Wunsch Hunderte von Zwischenablageneinträgen und kann diese jederzeit wieder aufrufen. Wenn man möchte, kann man eine Zusammenstellung von Zwischenablageneinträgen in Ditto zu Gruppen zusammenfassen. Ein besonderer Blick gilt natürlich dem Datenschutz und dem Schutz von Kennwörtern, die auch gern mal per Copy’n’Paste übernommen werden – aber dank der lokalen Datenbank ist zumindest sichergestellt, dass keine Informationen unbemerkt das Gerät verlassen.

Ditto kann auf sourceforge.io geladen werden.

Greenshot

Screenshots erstellt man mit der „Druck“-Taste oder mit dem Snipping Tool. Beides ist aber unkomfortabel, wenn es darum geht, die Screenshots unmittelbar zu speichern oder auch gleich zu verarbeiten, um bspw. Pfeile oder Umrandungen für Anleitungen hinzuzufügen. Auch das Unkenntlichmachen von Daten ist aufwändig.
All das löst das Screenshot-Tool Greenshot, das uns ebenfalls Jens vorstellte: Nicht nur, dass man hier deutlich mehr Möglichkeiten hat, den Inhalt des Screenshot auszuwählen – der integrierte Editor ist deutlich mächtiger für die sofortige Weiterverarbeitung.

Greeenshot gibt es direkt auf getgreenshot.org.

Thiemo Noack erläutert uns MS Flow.

Microsoft Flow

Thiemo Noack war es, der uns einen Einblick in Microsoft Flow gab.
Mit dem Service, den jeder von uns in Office 365 integriert hat, kann man alles, was in Office 365 verfügbar ist, automatisieren – und auch darüber hinaus. So zeigte er uns, wie die Azubis alle Infos zum Fahrzeugmarketing automatisiert senden können: Ein Klick in der Flow-App, ein Foto mit der integrierten Kamera aufnehmen und schon wird automatisch eine E-Mail mit den richtigen Empfängern generiert, mit Bild als Anhang, mit GPS-Daten, damit man das Auto wieder findet.

Mit MS Flow geht noch deutlich mehr, gerade der Umgang mit stets wiederkehrenden Mails oder Vorgängen lassen sich damit gut automatisieren. Auch lassen sich externe Dienste einbinden, sodass man viele Tools mit „Wenn-Dies-Dann-Tu-Das“-Abläufen verbinden kann.

Microsoft Flow ist in den Business-Paketen von Office 365 inkludiert.

USB-Festplatte mit der Möglichkeit, ISO-Dateien direkt als virtuelles Laufwerk zu laden

Simon Brandt zeigte uns eine USB-Festplatte, mit der dicke CD-/DVD-Taschen der Vergangenheit angehören: Denn neben der klassischen Festplatte kann das Gehäuse dem System auch ein DVD-Laufwerk bereitstellen. Man wählt die gewünschte ISO-Datei aus, lädt sie und schon erscheint das ISO als DVD im System.
Das Gehäuse ist so ausgeklügelt, dass man auch von der Festplatte oder dem virtuellen DVD-Laufwerk booten kann.

Ein erprobtes Gehäuse für externe Platten ist das IODD 2531 USB 3.0, das es zeitweise bei Amazon gibt.

Everything

Everything kann beliebige Ordner und (Netz-)Laufwerke indizieren, um die Suche zu beschleunigen. Weil das Tool nur die Dateinamen und die Dateieigenschaften indiziert, aber keine Inhalte, ist die Suche im eigenen Index extrem schnell (Find as you type). Weiß man den groben Dateinamen oder Teile davon, kann man sich die Suche nach Dateien bspw. auf Netzlaufwerken sparen.
Auch, wenn man nicht sucht, sondern das Dokument genau kennt, kann man sich viele Klickwege sparen, indem man die Datei direkt in Everything sucht und aufrufen kann.

Everything ist unter voidtools.com herunterzuladen.